von Helen Dalton, Leitung Nachhaltigkeit, Spandex Gruppe

Es lässt sich nicht leugnen, dass Nachhaltigkeit in den letzten Jahren in den Vordergrund der Agenden kleiner und grosser Unternehmen gerückt ist. Angesichts der Flut an Nachrichten und den düsteren Aussagen über die Auswirkungen des Klimawandels ist es nur natürlich, sich Sorgen darüber zu machen, wie die Zukunft für uns und künftige Generationen aussehen könnte.

Bei so vielen zu verarbeitenden Informationen und Emotionen können Gespräche über Nachhaltigkeit für Kleinunternehmer anstrengend sein und die Massnahmen, die jedeR Einzelne auch im Unternehmen treffen kann, manchmal verwirrend sein. Wenn das nach Ihnen klingt, kann ich Sie trösten – Sie sind nicht allein.

Es wird mittlerweile von vielen Seiten darauf Wert darauf gelegt, dass wir alle Massnahmen ergreifen, um unseren nationalen, unternehmerischen und persönlichen CO2-Fussabdruck zu reduzieren. Auch in unserer Branche erhalten wir immer mehr Fragen zur Messung des CO2-Gehalts in den von uns verkauften Produkten.

Das Verständnis des CO2-Fussabdrucks von Produkten bietet zwar einen klaren Nutzen für die Umwelt, bietet hier aber auch eine kommerzielle Chance für das eigene Geschäft. Durch die Bereitstellung dieser Informationen im Rahmen eines verbesserten Kundenservice unterstützen wir Sie dabei, Projekte von Kunden zu gewinnen, für die diese Daten von entscheidender Bedeutung sind.

Zu sehen ist eine Zeichnung, die nachhaltiges Wirtschaften darstellen soll

Was ist die CO2-Fussabdruckmessung und was hat Spandex unternommen?

Bei der Co2-Messung wird die Menge an Kohlenstoff berechnet, die bei der Herstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung ausgestossen wird.

Sie können es auch als Kalorien für ein Unternehmen betrachten. Ähnlich wie grössere Restaurantketten damit begonnen haben, die Kalorien in jeder Mahlzeit zu veröffentlichen, arbeiten Unternehmen wie Spandex und die Marken, mit denen wir zusammenarbeiten, jetzt daran, den CO2-Fussabdruck der Materialien zu berechnen und zu teilen. Dies hilft Ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen, wenn es um die Wahl des passenden Materials für Ihre Projekte geht.

Natürlich ist es schwierig, den tatsächlichen CO2-Gehalt, der bei der Herstellung unserer Produkte entsteht, exakt zu berechnen. Daher wird bei einer Ökobilanz (LCA) der Prozess auf jeden Schritt im Lebenszyklus eines Produkts heruntergebrochen:

  • Die Gewinnung des Rohstoffs
  • Der Transport der Rohstoffkomponenten zur Produktionsstätte
  • Der Produktionsprozess
  • Der Transport zum Endverbraucher
  • Die Verwendung des Produkts und seine Entsorgung am Ende seiner Lebensdauer

Wenn Ihnen die Daten für die Schritte 1 bis 3 vorliegen, spricht man von einem „Cradle to Gate“-Ansatz (berechnet bis zum Verlassen der Produktionsanlage). Wenn Sie alle 5 Punkte haben, handelt es sich um eine Beurteilung „von der Wiege bis zur Bahre“.

Eikon, die Produktionsstätte von Spandex, die unsere marktführende Marke ImagePerfect herstellt, hat sich mit CarbonQuota zusammengetan, einem auf CO2-Messungen spezialisierten Beratungsunternehmen mit umfassenden Kenntnissen in der Druckindustrie, um eine umfassende Bewertung der meistverkauften Produkte von ImagePerfect durchzuführen. Dank dieser Zusammenarbeit und der von CarbonQuota durchgeführten Analyse verfügen wir jetzt über Ökobilanzen mehrerer ImagePerfect Plotter- und Digitalprodukte und deren ImagePerfect EverGreen-Äquivalente. Sie finden diese analysierten Produkte deutlich gekennzeichnet in unserem Shop.

Diese von Dritten verifizierten Daten geben Ihnen die unabhängige Sicherheit, die Sie benötigen, um auf die von uns bereitgestellten Daten zu unseren Produkten vertrauen zu können.

Zu sehen ist eine Zeichnung, die den Kreislauf einer nachhaltigen Wirtschaft darstellt.

Warum ist ist die CO2-Fussabdruckmessung für Sie wichtig?

Der Besitz dieser Daten kann Ihnen dabei helfen, Geschäfte zu machen. Wenn Sie grössere Kunden haben, haben Sie vielleicht schon einmal die Frage gehört: „Wie hoch ist der CO2-Fussabdruck des Produkts, das wir bei Ihnen kaufen?“. Dies liegt daran, dass sich grössere Unternehmen zur Dekarbonisierung ihrer Geschäftstätigkeit verpflichtet haben. Grosse Marken wie IKEA streben sogar an, bis 2030 klimapositiv zu sein, was bedeutet, dass ein Unternehmen der Atmosphäre mehr CO2 entzieht oder bindet, als es ausstösst.

Da ausserdem viel mehr Unternehmen (50.000 zusätzliche Unternehmen in der EU) verpflichtet sind, die neue Richtlinie der Europäischen Union zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD) einzuhalten, können wir mit einer viel intensiveren behördlichen Prüfung des CO2-Fussabdrucks in den nächsten Jahren rechnen.

Für Unternehmen wie IKEA ist die Reduzierung der gesamten CO2-Emissionen ihrer Projekte der Schlüssel zum Erreichen ihrer Nachhaltigkeits-Ziele. Sie haben festgestellt, dass 52 % ihres CO2-Fussabdrucks auf Materialien zurückzuführen sind. Dies wird sich natürlich auf die Wahl ihrer Dienstleister auswirken, darunter Werbetechniker und Grafiker.

Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach CO2-Fussabdruckdaten deutlich zunehmen wird – nicht nur von grösseren Kunden, sondern auch von kleineren Kunden. Das Risiko, nicht auf dem neuesten Stand zu sein, besteht darin, dass sich Ihre Kunden bald an Ihre Konkurrenten wenden, wenn Sie diese Daten nicht bereitstellen können.

Ihre Lieferanten können Ihnen bei CO2-Daten helfen

Ein einfacher Einstieg besteht darin, mit Ihren Lieferanten zu sprechen, die über einige leicht zu beantragende Informationen für Sie verfügen sollten. Und Sie haben das Recht zu fragen, wie wissenschaftlich fundiert und verifiziert diese Informationen sind.

Hier bei Spandex arbeiten wir eng mit den Marken zusammen, die wir verkaufen, um sicherzustellen, dass wir Ihnen diese Informationen für immer mehr Produkte in unserem Portfolio zur Verfügung stellen können. Wenn Ihr Kunde Sie also nach dem CO2-Fussabdruck des von Ihnen gekauften Materials fragt, helfen wir Ihnen, ihm die Antworten zu geben, die er braucht. Wir helfen Ihnen auch dabei, die Wahl zu treffen, die für die betreffende Anwendung die geringste Umweltbelastung mit sich bringt.

Wie Sie sehen, gibt es nicht nur moralische, sondern auch gute wirtschaftliche Gründe dafür, den CO2-Fussabdruck Ihrer Projekte zu verstehen. Und das kann einfacher sein, als Sie erwartet haben. Nur wenn wir offen für diese Gespräche sind, können wir uns als Branche in die richtige Richtung bewegen.

Vergessen Sie also Ihre Ängste und beginnen Sie Nachhaltigkeitsgespräche mit Ihren Kunden, Lieferanten und Partnern. Unser Team ist für Sie da und engagiert sich dafür, Ihnen Unterstützung und Informationen rund um den CO2-Fussabdruck der von uns gelieferten Materialien zu geben. Kontaktieren Sie uns, um herauszufinden, ob und wie die CO2-Messung Ihrem Unternehmen helfen könnte.

Autor – Helen Dalton

Helen Dalton ist Leiterin der Nachhaltigkeitsabteilung bei der Spandex Gruppe und hat eine grosse Leidenschaft für Umwelt und Nachhaltigkeit. Helen initiiert und treibt Nachhaltigkeitsaktivitäten voran und trägt so dazu bei, das Bewusstsein sowohl intern als auch bei Kunden zu schärfen.